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Ein starkes Zeichen gegen das Vergessen

Georg-Hipp-Realschule setzt am Anne-Frank-Tag Impulse für Demokratie und Menschenrechte.

Am 12. Juni wäre Anne Frank 97 Jahre alt geworden. Ihr Geburtstag ist zugleich der Fixpunkt für den bundesweiten Anne-Frank-Tag, an dem sich Schulen aus allen 16 Bundesländern beteiligten. Auch die Georg-Hipp-Realschule in Pfaffenhofen setzte an diesem Aktionstag ein eindrucksvolles Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus.
Organisiert wurde das vielseitige Programm an der Realschule vom Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus“, der das Thema durch aktive Erinnerungsarbeit direkt in den Alltag der Jugendlichen holte.

Im Zentrum des Aktionstags stand eine groß angelegte Anne-Frank-Plakatausstellung im Mehrzweckraum der Schule. Die Schautafeln boten den Klassen einen emotionalen und historisch fundierten Zugang zur Lebensgeschichte des jüdischen Mädchens, das durch sein weltberühmtes Tagebuch zur Symbolfigur gegen die Gräueltaten der Nationalsozialisten wurde.
Die Schülerinnen und Schüler begaben sich auf eine spürbare Zeitreise in die Epoche Anne Franks. Sie machten sich unter anderem mit den Auszügen ihres Tagebuchs vertraut und reflektierten die damaligen Geschehnisse.
Als zentrales Lernmaterial diente dabei die offizielle Anne-Frank-Zeitung, die vom Veranstalter des bundesweiten Aktionstags zur Verfügung gestellt worden war. Im Unterricht lasen und diskutierten die Klassen die Texte, um anschließend kreativ zu werden: In Kleingruppen erarbeiteten die Jugendlichen eigene Plakate, auf denen sie ihre Gedanken, Fragen und Botschaften festhielten.
Dass Erinnerungsarbeit kein reiner Blick in die Vergangenheit ist, bewies die thematische Brücke zur Gegenwart. Ein besonderer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf den Folgen von Krieg für Kinder und Jugendliche.
Durch den direkten Bezug zu aktuellen Krisenherden lernten die Schülerinnen und Schüler auf eindringliche Weise, welche fundamentale Bedeutung Demokratie und Menschenrechte für ein friedliches Zusammenleben haben. Sie erkannten, dass diese Werte keine Selbstverständlichkeit sind, sondern täglich neu verteidigt werden müssen.
Der Anne-Frank-Tag 2026 an der Georg-Hipp-Realschule hat gezeigt, dass die Jugend von heute bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Durch die gelungene Mischung aus historischer Aufarbeitung und dem Bezug zur Gegenwart wurde der Aktionstag zu einem lebendigen Appell: Gegen das Vergessen – und für eine tolerante, demokratische Gesellschaft.

Autorin: Julia Möller