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LeseZeit

Osterferien 2025/2026

„Die Bildung kommt nicht zum Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.“ Carl Hilty

5./6. Klasse: Charly. Meine Chaosfamilie und ich von Tamsyn Murray

„Mums Gesicht war ein Bild des Entsetzens, als ich Mollys Mütze herunterzog und meine schreiend bunten Haare herabfielen. Dad dagegen fing schallend an zu lachen. Liam spuckte sein Getränk fast überall herum. (…) Da bekam Dad einen weiteren Lachanfall. Mum warf ihm einen genervten Blick zu und schickte ihn weg, um eine Schere zu holen. ‚Das muss ab‘, sagte sie nur. Liam stieß ein hämisches Gackern aus.“

Charly wechselt auf eine fortführende Schule und schafft die erste Woche dort, ohne groß aufzufallen, sich einzuleben. Doch dann bahnen sich gleich mehrere Probleme an, da sie in Streit mit ihrer Freundin gerät, ihr großer Bruder absolut nervt, ihre Mama, die mit Zwillingen schwanger ist, sich teils wie eine Außerirdische benimmt und Charly zu allem Überfluss beim Einstufungstest als beste Schülerin abschneidet, obwohl sie die Antworten komplett wahllos angekreuzt hat. Erst später stellt sich heraus, dass der Test vertauscht wurde, aber da ist es für sie zu spät aus dem Quiz-Team der Schule wieder auszusteigen, ohne das Gesicht zu verlieren.

Die Gedanken und Probleme Jugendlicher beim Schulwechsel werden im Buch auf lustige Art und Weise dargestellt und man kann sich beim Lesen gut vorstellen, jemanden wie Charly als Mitschülerin zu haben. Am Ende des Buches hat sie viele schwierige Situationen gemeistert und ist sogar noch große Schwester geworden.

7./8. Klasse: Sechs Leben von Véronique Petit

„Die Blutuntersuchung! Meine Mutter wird herausfinden, dass ich schon zwei meiner sechs Leben verloren habe und das, obwohl ich erst vor einem Monat fünfzehn geworden bin. Da ich ihr die Wahrheit über den Verlust meines Lebens nicht sagen kann, werde ich mir eine Geschichte ausdenken müssen, zum Beispiel einen Fahrradunfall. (…) Dabei habe ich noch vier. Wie viele Menschen haben vier Leben? Einer von zweihundert! Wie viele hat der Arzt selbst? Wahrscheinlich ein einziges.“

„Sechs Leben“ hat er. Damit ist der 15-jährige Gabriel quasi unsterblich. Heimlich erfüllt er sich seinen Traum vom Fliegen mit dem Fallschirm – und schlägt tödlich auf: nur noch fünf. Gabriel verliert Leben um Leben – fahrlässig, naiv, sinnlos – und steht wie aus dem Nichts vor der Frage, was wirklich zählt: sein Ego oder die anderen.

Teils war es schwer, sich in die Hauptfigur hineinzuversetzen, da man manchmal sein Handeln als dumm und unbedacht empfindet. Aber genau das macht auch den Reiz der Geschichte aus. Da er als einer der wenigen mehrere Leben besitzt, wagt er mehr und sorgt sich weniger. Schnell wird jedoch auch klar, dass er sich durch genau dieses Verhalten aus seiner besonderen Lage selbst herauskatapultiert. Jede Figur in der Geschichte wird gut geschildert und erklärt und handelt ganz individuell.

9./10. Klasse: Die Welle von Morton Rhue

„Zwanzig Minuten lang übte die Klasse aufzustehen, in scheinbarer Unordnung durch die Klasse zu schlendern, auf Befehl des Lehrers schnell an die Plätze zurückzukehren und die richtige Haltung einzunehmen. Ben gab seine Befehle nicht wie ein Lehrer, sondern wie ein Unteroffizier auf dem Kasernenhof.“

Ein junger Lehrer entschließt sich zu einem ungewöhnlichen Experiment. Er möchte seinen Schülern beweisen, dass Anfälligkeit für faschistoides Handeln und Denken immer und überall schlummert. Doch das Experiment gerät außer Kontrolle und er ist gezwungen, alles abzubrechen und den Jugendlichen die Tragweite ihres Experiments bewusst zu machen.

Die Vorlage für diesen Roman war ein 1967 tatsächlich durchgeführtes Experiment eines Lehrers im amerikanischen Palo Alto. Die Geschichte ist kurzweilig und sehr flüssig zu lesen und man kann die Veränderungen bei den Protagonisten gut nachvollziehen. Anschaulich wird geschildert, welche Gefahr von totalitären Gruppierungen ausgeht.

Souverän erkämpfter Sieg der Schulsanitäter der GHRS

Der Schulsanitäterwettbewerb wurde heuer an der Georg-Hipp-Realschule unter der Leitung von Frau Mahl für die Schulen im Bezirk Oberbayern-West ausgerichtet. Deshalb freuten sich die zwei Teams unserer Schule umso mehr über den ersten Platz und den goldenen Pokal. Nun dürfen sie im Sommer zur Bayrischen Meisterschaft der Schulsanitäter nach Puchheim fahren.
Zwölf Gruppen aus Geisenfeld, Dachau, Neuburg, Indersdorf, Herrsching, München, Maisach, Ingolstadt, Puchheim, Germering und Pfaffenhofen konnten an 14 Stationen mit Teamaufgaben, Fallbeispielen und Wissenstests ihre Fertigkeiten und ihren Teamgeist unter Beweis stellen. Geprüft wurden sie von ehren- und hauptamtlichen Mitgliedern des BRKs, die alle als Fachsanitäter, Rettungssanitäter oder Notfallsanitäter im Einsatz sind. Damit die Fallbeispiele möglichst authentisch sind, wurden die als Verletzte fungierenden Schülerinnen und Schüler entsprechend in die Situation eingewiesen und mit Verletzungen geschminkt. Ob Autounfall, Rettung aus der Höhe, Verletzung im Kraftraum oder diverse Fallbeispiele aus dem Schulalltag – auf die jeweils in Fünferteams antretenden Gruppen warteten viele Herausforderungen, denen sich immer zwei aus dem Team stellen mussten. Nach dreieinhalb Stunden hatten dann alle Teilnehmer nach einem straffen Zeitplan die Stationen durchlaufen und warteten gespannt auf die Auswertung.
Es war beeindruckend, zu sehen, wie sicher und kompetent die Schülerinnen und Schüler an die Situationen herangingen, indem sie das erlernte Wissen situationsgemäß einsetzten und adäquate Hilfe leisteten. Dabei war nicht nur die Versorgung der Betroffenen wichtig, sondern auch der Umgang mit den Personen und beispielsweise das Nachfordern von Fachkräften über die Rettungsleitstelle sowie die Übergabe des Patienten an medizinisches Personal. Berichte der Teilnehmer über verschiedene Einsätze in ihrem Umfeld machen nur noch mehr deutlich, wie wichtig diese Arbeit der Schulsanitäter an den Schulen ist, um eine möglichst gute und zeitnahe Versorgung Verletzter zu gewährleisten – und das nicht nur an den Schulen, sondern auch in der Gesellschaft.

Vorlesesieger des Landkreises stammt aus der Georg-Hipp-Realschule

Wir gratulieren Dean Nothaft zum 1. Platz beim Kreisentscheid. Beim Regionalentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels in der Stadtbücherei Pfaffenhofen konnte sich der Schüler aus der Klasse 6b unter den insgesamt zehn Schulsiegern erfolgreich auf den ersten Platz lesen. Sowohl bei der lebhaft vorgetragenen Stelle aus seinem selbstgewählten Buch „Die schlimmste Klasse der Welt“ von Juma Kliebenstein als auch beim Vorlesen des Fremdtextes überzeugte er die mehrköpfige Jury. Dean darf sich nun zu den 600 besten Vorlesern Deutschlands zählen. Außerdem kann er nun am Bezirksentscheid teilnehmen und schafft es vielleicht bis zum Bundesfinale im Sommer in Berlin.

Foto: M. Brendel und E. Brendel

LeseZeit

Faschingsferien 2025/2026

„Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn.“ Jorge Luis Borges

5./6. Klasse: Die beste Bahn meines Lebens von Anne Becker

„Ich hab keine Ahnung, wie Nele das macht. Aber sie weiß immer, wann ich absolut keine Lust habe, mich über irgendein Mädchen zu unterhalten. Und dann quatscht sie natürlich über nichts anderes.“

Jan ist mit seinen Eltern und Geschwistern umgezogen und muss sich nun in der Schule und Umgebung zurechtfinden. Durch ein entflohenes Huhn lernt er das Nachbarmädchen Flo kennen und langsam freundet er sich mit ihr an, da sie ihm zum Beispiel beim Streichen seines Zimmers hilft. Erst als Linus dazwischen grätscht und Flo drangsaliert, merkt Jan, dass er handeln und Flo beschützen muss. Dabei ist er überhaupt kein Held und kann außer Schwimmen nichts richtig gut.

Das Buch zeigt, wie schwierig es manchmal ist, das Richtige zu tun und sich in einem neuen Umfeld einzugewöhnen. Aber es hält auch viele Situationen bereit, in denen Freundschaft entstehen kann und macht einem klar, dass man selbst etwas dafür tun muss. Der lockere Sprachstil, die anschauliche Erzählweise und die kurzen Kapitel unterstützen das zügige Lesen.

7./8. Klasse: Der große schwarze Vogel von Stefanie Höfler

„Pa sah mir ins Gesicht, als käme er gerade aus einer anderen Welt und müsste sich an meinem Blick festklammern, um nicht wieder gewaltsam in sie hineingezogen zu werden, wie ein Held in einem Science-Fiction-Film. Er atmete ein und aus und ein und aus, bevor er weitersprach. (…) Ich weiß nicht einmal, ob das hier eine Geschichte wird. Aber falls es eine wird, dann soll sie erzählen, wie das ist, wenn jemand plötzlich stirbt. Wie die ersten Tage vergehen, wie man damit klarkommt. Oder wie man eben nicht damit klarkommt.“

Bens und Krümels Mutter stirbt völlig unerwartet und die Geschichte erzählt aus Bens Sicht, wie er, sein Bruder und sein Vater damit und den vielen schönen Erinnerungen an sie umgehen. Auch wenn mit einem Mal nichts mehr so ist, wie es war, das Leben geht nicht nur irgendwie weiter, sondern es passieren neue und ganz wunderbare Dinge.

Ein an sich schwerer Stoff wird sensibel, jugendgerecht, anschaulich und ehrlich erzählt. Man erfährt viel über Bens Gefühle und Gedanken und kann sich so gut in die Situation des Jungen hineinversetzen. Mit einem Hoffnungsschimmer am Schluss endet das Buch, dass immer wieder zwischen realistischen Erinnerungen und der Zeit des Todes von Bens Mutter hin und her wechselt.

9./10. Klasse: Hard Land von Benedict Wells

„Zack zuckte erneut zusammen und stieß mit dem Fuß gegen ein Tischbein. Pip verengte die Augen und musterte ihn über den Tisch hinweg. Zweimal innerhalb von dreißig Sekunden, das war merkwürdig. Sie wiederholte Ants Worte in ihrem Kopf. Moment mal, da war ein Muster zu erkennen. Zach war jeweils bei dem Wort Unfall zusammengezuckt. Hatte er das absichtlich gemacht oder achtete sie einfach zu sehr auf alles, was die anderen taten?“

Statt an ihrem Schulprojekt zu arbeiten, für das sie noch ein Thema sucht, geht Pippa zusammen mit dem befreundeten Nachbarsjungen zu einer Geburtstagsparty, die als Krimi-Dinner stattfindet. Dabei stellt sie schnell fest, wie viel Spaß es ihr macht dem Täter Hinweis um Hinweis und durch ihre Beobachtungsgabe sowie den detektivischen Spürsinn auf die Schliche zu kommen.

Diese Vorgeschichte zum Bestseller „A good Girl’s guide to murder“ von der gleichen Autorin ist ein kurzweiliges und schnell lesbares Buch für Krimifans, das erklärt, warum sich Stella so für Kriminalfälle, vor allem den im Ort, interessiert.

Bezirksfinale Handball an der GHRS

Am 26.01.2026 fand an der GHRS das Bezirksfinale Handball im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“ statt. Zu Gast waren das Gabriel-von-Seidl-Gymnasium Bad Tölz, das Gymnasium Ismaning, das König-Karlmann-Gymnasium Altötting, das Ludwig-Thoma-Gymnasium Prien sowie das Viscardi-Gymnasium Fürstenfeldbruck.
In vielen spannenden und teils sehr ausgeglichenen Spielen zeigte sich, dass die teilnehmenden Mannschaften leistungsmäßig auf einem ähnlichen Niveau waren. Am Ende konnte sich das Gabriel-von-Seidl-Gymnasium aus Bad Tölz durchsetzen und den Turniersieg erringen.
Unser Team belegte einen starken 4. Platz und kann besonders stolz auf seinen großen Kampfgeist und die hohe Motivation sein. So gelang uns unter anderem ein Sieg gegen das Gymnasium Prien, das wiederum den späteren Turniersieger bezwingen konnte. Dies verdeutlicht, dass es bei diesem Turnier keine klare Übermannschaft gab, sondern alle Teams auf Augenhöhe spielten.
Ein herzlicher Dank gilt unseren Helfern, den Kampfrichtern sowie den Schiedsrichterinnen. Ohne ihren Einsatz wäre die Durchführung eines solchen Turniers nicht möglich gewesen.

Foto und Text: Nadine Siemsen

Völkerballturnier der 5. und 6. Klassen

In der letzten Schulwoche vor den Ferien fand in der Sporthalle das traditionelle Weihnachts-Völkerballturnier statt – ein Event, das jedes Jahr für große Vorfreude sorgt. An zwei Tagen traten jeweils alle 5. und 6. Klassen gegeneinander an.
Es war ein Turnier voller Spannung, überraschender Wendungen und großer Emotionen. In packenden Spielen zeigten die Teams vollen Einsatz und kämpften mit enormem Ehrgeiz. Die Spielerinnen und Spieler gaben alles, um den begehrten Wanderpokal und Süßigkeiten für die Klasse zu gewinnen.
Ein Höhepunkt des Turniers war an beiden Tagen das spannende Finale. Am Mittwoch siegte die Klasse 5a mit deutlichem Punktevorsprung. Am Donnerstag setzten sich die Mädchen und Jungen aus der 6c mit einer bemerkenswerten Teamleistung und einer unglaublichen Portion Kampfgeist durch und sicherten sich den wohlverdienten Sieg.
Das Weihnachts-Völkerballturnier 2025 wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Es war ein Tag, an dem Teamgeist und Freude am Spiel im Mittelpunkt standen.

LeseZeit

Winterferien 2025/2026
„Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zaune.“

5./6. Klasse – Ein tierisch bewegtes Leben

Frauke Scheunemann: Winston. Ein Kater in geheimer Mission (233 Seiten, Taschenbuch 8,95 €)

Was in aller Welt ist das? Es riecht seltsam und sieht noch seltsamer aus … aber es liegt in meinem Napf! Ich vermute also, dass ich es fressen soll. Ach du heiliges Katzenklo! Das muss ein Missverständnis sein. Und zwar ein großes. Ich werde das aufklären, sofort !

Das Buch beginnt mit Winstons beschaulichem Leben auf dem Sofa, das sich jedoch schnell ändert, als Kira und ihre Mutter in die Wohnung einziehen. Gemeinsam mit Kira wird Winston in einen mysteriösen Kriminalfall verwickelt, der sie auf eine abenteuerliche Reise durch die Stadt führt. Als Winston plötzlich in Kiras Körper landet, wird die Situation noch komplizierter. Doch mit Mut, Cleverness und Zusammenhalt gelingt es den beiden, das Geheimnis zu lüften und für Gerechtigkeit zu sorgen.

Meinung: Was zunächst mit dem Körpertausch von Katze und Mädchen etwas verwirrend beginnt, spinnt sich dann zu einer Detektivgeschichte mit vielen lustigen und schrägen Momenten. Der lockere und leicht verständliche Sprachstil fesselt und vermittelt auch erwachsenen Lesern einen guten Einblick in das teils etwas chaotische Leben eines Teenagers.

7./8. Klasse – Augen so blau wie das Meer

Susan Kreller: Schneeriese (206 Seiten, Taschenbuch 8 €)

„Einsneunzig. Als ein paar Leute vor einem Jahr in der Schule angefangen hatten, ihm diesen Namen hinterherzurufen, weil irgendwer seine genaue Größe herausgefunden hatte, da war Stella auf die Idee gekommen, Adrian zu Hause auch so nennen, damit es gar nicht erst wehtat. Damit es nichts als ein Name war. Damit es nichts war.“

Der 14-jährige Adrian ist für sein Alter mit 1,94 Metern ungewöhnlich groß. Seine Mutter will, dass er sich einer Hormontherapie unterzieht, um sein Wachstum zu stoppen – doch Adrian lehnt das ab. Stella, die gleichaltrige Nachbarstochter, ist seine langjährige Freundin. In den letzten zwei Jahren hat sich der schüchterne Adrian in Stella verliebt, was er bisher nicht ausgesprochen hat. Adrian hat Angst, dass Stella seine Liebe nicht erwidert. Ins Nachbarhaus zieht eine neue Familie ein. Sie lernen die Familie, die aus Georgien geflohen ist, kennen. Während Adrian weiterhin skeptisch bleibt, freundet sich Stella schon bald mit Dato, dem Sohn der Nachbarsfamilie, an. Adrian fühlt, dass zwischen beiden mehr als nur Freundschaft ist. Er wendet sich völlig von Stella ab. Er beginnt an sich zu zweifeln und gerät in eine große Krise, bei der er in einer Winternacht fast sein Leben verliert, aber auch lernt, seinen ersten großen Liebeskummer zu überwinden.

Meinung: Der Ton des Buches trifft die Gefühlswelt des Teenagerjungen genau und zeigt, wie schwer es ihm fällt, zu akzeptieren, dass er Stella mehr liebt als sie ihn. Manchmal ist der Erzählton so beschreibend, als würde der Erzähler über der Szene schweben und darüber berichten; nur dass man eben auch Adrians Gedanken und Gefühle erfährt. Das Buch hilft dabei, sich in jemanden hineinzuversetzen, den man gerade verlässt oder den man eben nur gut, aber nicht liebenswert findet.

9./10. Klasse: Gefühlschaos

Ashley Elston – 10 Blind Dates für die große Liebe (329 Seiten, Taschenbuch 12,90 €)

„Nachdem ich duschen war und mir die Haare geföhnt habe, fühle ich mich ein bisschen besser. Auf einer Skala von normal bis absolute Katastrophe befinde ich mich bei halbwegs passabel. Schließlich arbeite ich mich den Flur in Richtung Küche entlang, aus der ein Chor an Stimmen dringt, und bereite mich innerlich auf den Ansturm vor. Die Familie ist da.“

Sophie wünscht sich nur eins: Zeit zu zweit mit ihrem Freund. Doch dann serviert Griffin sie aus heiterem Himmel ab – und Sophies Herz ist gebrochen. Zum Glück weiß ihre Nonna, was man gegen Liebeskummer tun kann: Zusammen mit der ganzen Familie arrangiert sie für Sophie zehn Blind Dates an zehn Tagen. Doch zwischen all den süßen, aber auch verrückten Typen weiß Sophie schon bald gar nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Und als wäre das nicht schon (Gefühls-) Chaos genug, steht plötzlich auch noch Griffin vor ihrer Tür, der sie zurückgewinnen will. Aber möchte Sophie das überhaupt? Denn vielleicht schlägt ihr Herz schon längst für jemand anderen.

Meinung: Sophies Oma hat ein sehr offenes Wesen und ein großes Herz für ihre Familie; vor allem will sie nicht, dass ihre Enkeltochter sich schlecht oder herabgesetzt fühlt. Mit den zehn Verabredungen lenkt sie Sophia von ihrem Liebeskummer ab und hilft ihr, ihr Selbstwertgefühl wieder aufzubauen. Dabei sind manche Szenen so alltagstypisch und humorvoll, dass man beim Lesen oft schmunzeln muss. Auch wenn relativ schnell klar wird, wenn Sophie tatsächlich liebt, ist es eine schöne Geschichte, die in den Weihnachtsferien spielt.

Überzeugende Stimme beim Vorlesen

Unter sechs Kandidaten, den Klassensiegern der sechsten Jahrgangsstufe der Georg-Hipp-Realschule, setzte sich Dean Nothaft aus der Klasse 6b mit seinem unterhaltsamen und gekonnten Lesevortrag als Schulsieger beim Vorlesewettbewerb durch. Schon seinen vorbereiteten Textteil aus dem Buch „Woodwalker“ von Katja Brandis trug er mit gut modulierter Stimme und den passenden Betonungen vor, aber auch beim Fremdtext aus „Gips“ von Anna Woltz behielt er den Überblick und überzeugte durch seine Lesekompetenz, so dass er den Siegerpreis entgegennehmen durfte. Doch auch Juliane Rosenwald und Sofia Liebold konnten die Jury von ihren Lesefähigkeiten überzeugen und bekamen am Schluss bei der Siegerehrung von Rektor Dr. Frank Rehli Büchergutscheine für den zweiten und dritten Platz überreicht. Die restlichen drei Schülerinnen und Schüler durften sich zumindest über ein kleines Geschenk für den Titel als Klassensieger freuen.